(Hannover, 6. März 2026). Die seit Ende Februar eskalierende militärische Auseinandersetzung im Nahen Osten hat die internationalen Energiemärkte in Unruhe versetzt. Auch in Deutschland sind die Dieselpreise infolge des Iran-Konflikts sprunghaft gestiegen. Im europäischen Vergleich fällt die Preisentwicklung hierzulande jedoch deutlich stärker aus: Während der Anstieg in anderen EU-Ländern bei fünf bis acht Cent pro Liter liegt, erhöhten sich die Preise in Deutschland um bis zu 30 Cent – ein Plus von rund 15 Prozent.
Nach Einschätzung des Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN) lässt sich diese Entwicklung nicht allein mit gestiegenen Rohölpreisen erklären. Betroffen sind gleichermaßen Unternehmen des Güter- und Personenverkehrs – von Speditionen über Busbetriebe bis hin zu Taxi- und Mietwagenunternehmen. Sie alle können die rapide steigenden Kosten weder kurzfristig kompensieren noch vollständig an ihre Kunden weitergeben.
Ursachen sieht der Verband neben der geopolitischen Lage auch in der nationalen Preisstruktur. Energiesteuer, CO₂-Preis und Mehrwertsteuer machen in Deutschland einen erheblichen Anteil am Kraftstoffpreis aus und wirken damit als zusätzliche Belastungsfaktoren, während andere EU-Staaten gezielt entlastende Maßnahmen ergreifen.
Der GVN fordert daher eine
Mobilität ist und bleibt Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Um die Versorgungssicherheit und die wirtschaftliche Stabilität des Verkehrsgewerbes zu gewährleisten, erwartet der GVN von der Bundesregierung kurzfristige Maßnahmen, die Dieselpreise zu stabilisieren und die strukturelle Belastung der Betriebe zu reduzieren.