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Bund investiert 700 Millionen Euro in Rastanlagen an den Bundesautobahnen

Im Finanz- und Realisierungsplan der Autobahn GmbH des Bundes ist für die Jahre 2021 bis 2025 ein Investitionsvolumen von 700 Millionen Euro für Rastanlagen an Bundesautobahnen ausgewiesen. Das teilt die Bundesregierung in ihrer Antwort (20/1434) auf eine Kleine Anfrage der CDU/CSU-Fraktion (20/1109) mit. Seit dem Jahr 2008 wurden bereits über 17.000 öffentliche Lkw-Parkplätze neu geschaffen.

 

Grundlage für den Aus- und Neubau von Rastanlagen bildet das Netzkonzept zum Lkw-Parken des Bundesverkehrsministeriums. Auf Basis der im Jahr 2018 für das deutsche Autobahnnetz durchgeführten Erhebung zur Auslastung der Lkw-Stellplätze auf Rastanlagen an Autobahnen und Autohöfen und des im Zuge dieser Erhebungen festgestellten Lkw-Stellplatzbedarfs, ist das Netzkonzept zum Lkw-Parken mit Zielhorizont 2030 konzipiert worden. Um dem Lkw-Stellplatzdefizit abzuhelfen sind mehr als 350 Aus- und Neubauvorhaben geplant. Diese Vorhaben würden so priorisiert, „dass vor allem an Streckenabschnitten mit besonders hohen Stellplatzbedarfen möglichst zeitnah Maßnahmen umgesetzt werden“, schreibt die Bundesregierung.

 

Auf Basis, der im Jahr 2021 vom BMDV veröffentlichten „Richtlinie zur Förderung privater Investoren zur Schaffung von zusätzlichen Lkw-Stellplätzen in der Nähe von Autobahnanschlussstellen“ sind bis zum 31. März 2022 insgesamt 38 Anträge beim Bundesamt für Güterverkehr (BAG) eingegangen, wovon 13 Anträge zur Schaffung von fast 700 zusätzlichen Lkw-Stellplätzen bislang bewilligt wurden.

 

Um die vorhandenen Parkflächen effizienter zu nutzen, plant das BMDV darüber hinaus das sogenannte „Kolonnenparken“ auf Park- und Rastanlagen vermehrt anzuwenden. Bislang wird dieses System auf vier Rastplätzen im Pilotverfahren getestet.

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