03.12.2016
   

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Herzlich willkommen beim GVN!

 

Wir freuen uns, dass Sie die Website des Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN) e. V. besuchen. Diese dient als Serviceleistung und zur Information der Mitgliedsbetriebe rund um interessante Themen des Verkehrsgewerbes. Teilbereiche sind nur den angeschlossenen Unternehmen zugänglich. Um diese einsehen zu können, ist ein Login mit Stammnummer und Kennwort erforderlich.   Als eingeloggtes GVN-Mitglied haben Sie Zugang zu gesperrten Inhalten auf den Seiten Ihrer Fachvereinigung(en), der Bezirksgruppen und der GVN-Rechtsabteilung. Für Ihre Erst-Registrierung lesen Sie bitte zunächst unsere Benutzerbedingungen. Bitte klicken Sie anschließend auf Login, um sich anzumelden.

 

 
 
Aktuelles aus dem Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen


 

 

Jahreshauptversammlung des GVN in Braunschweig

 

Foto: © fotolia
Der Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN) e. V. führte am 28. und 29. Oktober seine diesjährige Jahreshauptversammlung und seinen Unternehmertag durch. In Braunschweig waren über 250 Unternehmer aus dem privaten niedersächsischen Verkehrsgewerbe (Güterkraftverkehr, Entsorgung, Spedition, Logistik, Möbelspedition, Omnibus und Touristik sowie Taxi, Mietwagen und Krankentransporte) vertreten.

 

Neben satzungsgemäßer Verbandsarbeit im Rahmen der Jahreshauptversammlung informierte der GVN am darauffolgenden Unternehmertag in fünf spannenden Workshops nicht nur über die Mobilität auf der Straße, Infrastruktur, Industrie 4.0, Arbeitsrecht, sondern auch über die Mobilität im Kopf.

 

Jahreshauptversammlung:

Foto: M. Krage
Der in Braunschweig vom Engeren Landesvorstand in seinem Amt bestätigte GVN-Präsident Mathias Krage eröffnete die Jahreshauptversammlung und freute sich über eine zahlreiche Beteiligung.

 

Unter den zahlreichen Gästen referierten die stellvertretende SPD-Vorsitzende, Dr. Carola Reimann (MdB), und der Fraktionsvorsitzende der CDU Niedersachsen, Björn Thümler, über aktuelle Entwicklungen im Verkehrsgewerbe. Sie attestierten dem niedersächsischen Gesamtverband eine hohe Fachkompetenz und Schlagkraft als Interessenvertretung von fünf Fachvereinigungen. Der GVN habe hier sogar Vorbildcharakter für alle anderen Bundesländer. Ein Grußwort an die Teilnehmer sprach der Oberbürgermeister der Stadt Braunschweig, Ulrich Markurth (SPD).

 

Foto: v.l.: U. Markurth; Dr. C. Reimann; B. Thümler

 

Foto: M. Krage mit A. und M. Wandt
Das Präsidium verabschiedete in diesem Jahr mit großem Dank den Braunschweiger Spediteur und Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande, Adalbert Wandt (68), nach über 42-jähriger Tätigkeit für den Verband – davon 14 Jahre als GVN-Präsident – aus dem Ehrenamt. Mit Standing Ovations bedankten sich die GVN-Mitglieder für Wandts außerordentliches Engagement.

 

GVN-Präsident Mathias Krage: „Ich bedanke mich bei meinem Kollegen Adalbert Wandt für seinen jahrzehntelangen Einsatz für den Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene. Hier wird Adalbert Wandt auch weiterhin als Präsident des Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) für die Belange des Verkehrsgewerbes kämpfen."

 

Foto: G. Menell
Krage weiter: "Gleichzeitig gratuliere ich meinem Kollegen Georg Menell aus Ronnenberg bei Hannover zu seiner Ernennung als GVN-Vizepräsident.

 

Ich wünsche ihm in seiner neuen Funktion bei der Bewältigung der jetzigen und kommenden Herausforderungen an die privaten Verkehrsunternehmer in Niedersachsen viel Erfolg.“

 

Foto: M. Krage; Dr. F. Albers; A. Wandt; I.Lübs
Für Adalbert Wandt gab es im Rahmen des „GVN-Niedersachsenabends“ eine weitere Auszeichnung: Der Vertriebschef des Trailer-Herstellers Krone, Dr. Frank Albers, würdigte Wandt, der zu den Mitbegründern des Vereins „Aktion Kinderunfallhilfe e.V.“ gehört, für sein soziales Engagement für Unfallopfer und für die Unfallprävention für Kinder und Jugendliche. Albers überreichte einen großzügigen Scheck in Höhe von 10.000 Euro.

 

Herausforderungen an das Verkehrsgewerbe

Foto: B. Sokolovic
GVN-Hauptgeschäftsführer Benjamin Sokolovic stellte in seinem Rechenschaftsbericht aktuelle Probleme der niedersächsischen Unternehmer des Verkehrsgewerbes vor.

 

Im Bereich Güterverkehr und Spedition ist ein zentrales Thema die Verkehrssicherheit: Der GVN hat in Zusammenarbeit mit der Unfallforschung Hannover, der Verkehrswacht Niedersachsen und dem Innenministerium ein Forschungsprojekt auf den Weg gebracht, mit dem Ziel eines Gutachtens zur Ursachenermittlung schwerer Lkw-Unfälle. Diese Erkenntnisse sollen allesamt in die Forschung und Prävention einfließen.

 

Weitere Themen wie Mindestlohn, ADSp, de-Minimis, aber auch der Fahrermangel standen ebenfalls auf der Agenda. Die demografische Entwicklung und die damit einhergehende Versorgung der Mitgliedsbetriebe mit gut ausgebildeten und qualifizierten Mitarbeitern werde auch in absehbarer Zeit eine der größten Herausforderungen der kommenden Jahre werden. Jährlich scheiden ca. 25.000 Fahrer aus dem Erwerbsleben aus, während nur ca. 15.000 Arbeitnehmer nachkommen. Experten rechnen für 2025 mit bis zu 150.000 fehlenden Fahrern. Den Möbelspediteuren machen zusätzlich Internetplattformen zu schaffen, die tolle Webseiten anbieten, aber deren Geschäftspraktiken kritisch hinterfragt werden müssen.

 

Stichwort Infrastruktur: Die Mobilität von Menschen und Gütern ist nicht nur ein zentraler Faktor für die Bürger, sondern für die Mitglieder von existentieller Bedeutung. Angesichts einer Steigerung des Transportaufkommens um 40 % in den nächsten 15 Jahren sind der „Investitionshochlauf“ und mit ihm der beschlossene BVWP von fast 270 Mrd. Euro unerlässlich. Hierbei gilt es, auf folgende Punkte zu achten: Bauvorhaben dürfen nicht wegen fehlender Planungsvorleistung in den Startlöchern hängenbleiben und müssen – sofern baureif – fristgerecht umgesetzt werden. Das wird nicht ohne erhebliche Aufstockung der Auftragsverwaltung bzw. des Planungspersonals funktionieren. Dies gilt auch dann, wenn der Bund künftig mit der Infrastrukturgesellschaft allein für Planung und Bau zuständig ist. Es darf nicht zu Verzögerungen beim Bau der A20, A39 oder der B240 kommen.

 

Die Fachvereinigung Omnibus und Touristik hat ein sehr bewegtes Jahr 2016 erleben müssen. Bei der Busförderung, dem Landesbusnetz und der Novellierung des § 45a PBefG sind von der Landesregierung Entscheidungen getroffen worden, die große Auswirkungen auf die kommenden Jahre haben werden. So hat die Landesregierung Ende Oktober ein Gesetz verabschiedet, dass nach dem Rechtsgutachten des renommierten Staats- und Verwaltungsrechtlers, Prof. Dr. Jörn Ipsen, gegen Europarecht verstößt. Hintergrund: Rot-Grün hat eine Europäische Verordnung umgestaltet, ohne Europa anzuhören. Sollte die EU-Kommission dem Ipsen-Gutachten folgen und die fehlende Notifikation rügen, hätte dies verheerende Auswirkungen für Kommunen, private Omnibusunternehmen und Mitarbeiter. Denn in diesem Fall müssten die Behörden sämtliche gezahlten Beihilfen von den Verkehrsunternehmen zurückfordern. Da die Landesregierung entgegen dem deutlichen Hinweis des ehemaligen Präsidenten des Niedersächsischen Staatsgerichtshofs die Notifizierung nicht für erforderlich erachtet, war die Erhebung einer EU-Beihilfebeschwerde – zur Schaffung von Rechtsklarkeit und Rechtssicherheit – durch den GVN alternativlos.

 

Nach einem weiteren Vorhaben der Landesregierung sollen die privaten Unternehmen nur noch als Subunternehmer für die öffentlichen Auftraggeber fahren. Das bedeutet: Alle typisch unternehmerischen Maßnahmen wie Planung, Festlegung der Fahrpreise, der Fahrpläne, der Umlaufpläne, die Beschaffung der Omnibusse und die Verantwortung der Einnahmen aus dem Fahrkartenverkauf sollen beim öffentlichen Aufgabenträger liegen. Den privaten Omnibusunternehmern bliebe die Personalgestellung und der Treibstoffkauf, eine klare Umkehrung des Gedankens Privat vor Staat.

 

Für die Fachvereinigung Taxi und Mietwagen dominierten im vergangenen Jahr vor allem drei Themenbereiche: Webbasierte Dienstleistungen, Fiskaltaxameter und das neue Eichrecht. Die Vertreter der Sharing Economy verweisen dabei gerne auf eine neue Ökonomie des Teilens, von Auto, Wohnungen, Werkzeugen etc.. Aber Sharing Economy ist nicht nur Nächstenliebe. Die UBERisierung der Gesellschaft hat längst begonnen. Es war noch nie so leicht, jemanden für nur 15 Minuten einzustellen. Aus Sharing Economy wird schnell Rental Economy: Die Fahrer haben keine Sozialversicherung, keine Krankenversicherung, keinen Kündigungsschutz. Jeder Fahrer kämpft für sich. Das wichtige Korrektiv durch Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände findet nicht statt. Null-Stunden-Verträge, sogenannte Zero-hours-contracts, setzen sich durch. Der einzige, der profitiert, ist der Portalbetreiber. Er hat keinen Kauf, keine Wartung, keine Kfz-Versicherung, keine Betriebspflicht, keine Preisbindung. Nur der teilende Fahrer trägt das volle unternehmerische Risiko. Bei aller Euphorie gehört das auch zur Wahrheit dazu.

 

Beim Thema Eichrecht ist völlig offen, wie es weitergeht. Hatten die Unternehmen, anfangs noch das Gefühl, dass das neue Eichverfahren in maximal drei Werktagen abzuwickeln sei, mehren sich die Hinweise, dass die Ersteichung erheblich länger in Anspruch nimmt. Folge: Unternehmer stehen zeitweise ohne Taxi und damit ohne Einnahmen da. Der GVN ist hier in guten Gesprächen mit dem Wirtschaftsministerium und setzt sich für mehr Praxistauglichkeit ein. Nach wie vor eine Hängepartie gibt es bei der Umsetzung des sogenannten Fiskaltaxameters. Zwar greifen hier schon ab November zwingend die europäischen Vorschriften für digitale Aufzeichnungsgeräte. Auf die nationalen Umsetzungsvorschriften wartet die Branche aber immer noch. Fazit für das Taxi- und Mietwagengewerbe: Zu der fehlenden Rechtssicherheit kommt Planungsunsicherheit hinzu.

 

 

Rechenschaftsberichte

Foto: H. Kobernuß; J. von Mach; U. Frick
In seinem Finanzbericht gab GVN-Vizepräsident Hubertus Kobernuß den Delegierten einen Überblick über die vorliegende Bilanz / Gewinn- und Verlustrechnung sowie den Haushaltsplan für 2017. Dipl.-Kfm. Jens von Mach (AUDITAX GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft - Steuerberatungsgesellschaft, Braunschweig) gab den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers. Seine Prüfung habe zu keinen Einwendungen geführt. Für die Rechnungsprüfer stellte Ute Frick fest, dass es keine Beanstandungen gegeben habe sowie im Sinne aller Mitglieder gewirtschaftet wurde. Sie beantragte die Entlastung des Vorstandes und der Geschäftsführung. Nach Genehmigung des Geschäfts- und Prüfungsberichtes erteilten die Delegierten Vorstand und Geschäftsführung einstimmig die Entlastung.

 

 

Ehrungen

Foto: H. Kellersmann & M. Krage
Neben der satzungsgemäßen Verbandsarbeit im Rahmen der Jahreshauptversammlung ehrte GVN-Präsident Mathias Krage das Mitgliedsunternehmen D. Kellersmann Spedition & Landhandel GmbH & Co. KG aus Hilter für seine lange Tradition als Familienbetrieb.

 

Das Unternehmen ist seit 150 Jahren vom Markt nicht mehr wegzudenken. Krage überreichte den Ehrenpokal und die Ehrenurkunde des Verbandes an den heutigen Geschäftsführer Hermann Kellersmann jun.

 

 

 

Foto: A. Wandt und H. Kobernuß
Auszeichnungen in den Delegiertenversammlungen der Fachvereinigungen, die vor der Jahreshauptversammlung stattfanden, erhielten zudem Adalbert Wandt, scheidender Stellvertretender Vorsitzender der Fachvereinigung Güterkraftverkehr und Entsorgung. Er wurde zu deren Ehrenvorsitzenden ernannt.

 

Vizepräsident Hubertus Kobernuß überreichte ihm einen Ehrenpokal der Fachvereinigung sowie die Ehrenurkunde und die Goldene Ehrennadel des Verbandes.

 

 

 

Foto: W. Hiller und M. Krage
In der Fachvereinigung Spedition und Logistik wurde der aufgrund der Altersregel nicht mehr wählbare Wolfgang Hiller verabschiedet.

 

GVN-Präsident Mathias Krage bedankte sich für das jahrelange Engagement Hillers und überreichte die Ehrenurkunde des Verbandes.

 

 

Niedersachsenabend in lockerer Atmosphäre

Den traditionellen Niedersachsenabend nutzte GVN-Präsident Mathias Krage, um sich bei den Fördermitgliedern und Sponsoren für die gute Zusammenarbeit und die Unterstützung des GVN zu bedanken.  Während der Veranstaltung gab es ausreichend Gelegenheit für den Meinungsaustausch unter Kollegen, aber auch mit den Vertretern aus Industrie und Presse. Die ebenfalls anwesenden GVN-Jungunternehmerkreise rückten zusammen und bildeten einen großen Tisch, an dem – wie bei den anderen Gästen auch – bis spät in die Nacht diskutiert und „genetzwerkt“ wurde. Und wen es dann nicht mehr auf den Sitzen hielt, der konnte sich beim Tanzen vergnügen.

 

 

 

Unternehmertag:

Der Erfahrungsaustausch vom Vorabend konnte auf dem GVN-Unternehmertag am 29.10.2016 fortgesetzt werden: Zahlreiche Fördermitglieder präsentierten sich mit ihrem Leistungsangebot und ihren Produkten in der Ausstellung. In den Workshops hatten die Teilnehmer Gelegenheit, aktuelle Informationen zu Fachthemen zu erhalten, die für den Personen- und Güterverkehr entscheidende Bedeutung haben. Auch hier blieb ausreichend Zeit, mit den Referenten und den Berufskollegen über die vorgestellten Praxislösungen und Handlungshilfen zu diskutieren.

 

Workshop "Arbeitsrechtliche Informationsveranstaltung –

Aktuelles zum Urlaubsrecht und zur Krankheit von Arbeitnehmern"

Hier befassten sich die Teilnehmer unter anderem mit Arbeitsrechtsfragen, speziell zum Thema Urlaub und Krankheit von Arbeitnehmern. Aktuell und an vielen Praxisbeispielen verdeutlicht, wurde ein systematischer Überblick über die rechtlichen Aspekte einschließlich der neuesten Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts gegeben.

 

Zudem erhielten die Teilnehmer ein Update zu weiteren neuen arbeitsrechtlichen Entwicklungen. Ebenso wurden die typischen und tückischen prozessualen Probleme des Verfahrens vor den Arbeitsgerichten behandelt. Die praxisbezogene Darstellung der Themen soll helfen, innerbetriebliche Schwierigkeiten, langwierige Arbeitsgerichtsprozesse und teure Einigungsstellenverfahren zu vermeiden.

 

Auf individuelle Fragen wurde von dem Richter am Bundesarbeitsgericht, Ralf Zimmermann (Foto links), dabei ebenso eingegangen wie auf einschlägige Streitfragen des privaten Verkehrsgewerbes.

 

Workshop "Bedarfsgerechte Verkehrsinfrastruktur"

Fast täglich erleben wir den Verkehrskollaps auf unseren Autobahnen. Man denke nur an die stark frequentierte A2 oder A7. Die Auswirkungen auf unsere Wirtschaft bzw. auf die Lebensbedingungen der Bürger und deren Wunsch nach individuell gestaltbarer Mobilität unseres Verkehrssystems haben der Debatte und dem Ringen um eine nachhaltige Finanzierung neue Dynamik gegeben.

 

„Wie sichern wir nachhaltig eine bedarfsgerechte Infrastruktur ab? Wie schaffen wir Akzeptanz bei den Bürgern? Was hat das Verkehrsgewerbe davon?“ Die Teilnehmer erhielten eine Einschätzung über die damit verbundenen Herausforderungen aus Expertenhand. Martin Friewald (Foto), Geschäftsführer der VIFG Verkehrsinfrastrukturfinanzierungsgesellschaft aus Berlin stand den anwesenden Gästen Rede und Antwort.

 

Workshop "Zukunftsstrategien für den Mittelstand – Industrie 4.0"

„Industrie 4.0“ ist in aller Munde. Ständig werden wir in den Medien mit diesem Begriff konfrontiert. Was verbirgt sich dahinter? Welche Veränderungen bringt diese sogenannte vierte industrielle Revolution mit sich? Welchen Einfluss hat sie auf die Produktions- und Logistikabläufe von morgen bzw. auf Unternehmens- und Marktstrukturen? Fragen, die natürlich die privaten Verkehrsunternehmer beschäftigen. Über Chancen und Gefahren für mittelständische Unternehmen informierte Dr. Volker Lange (Foto) vom Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik (IML) aus Dortmund. Zukunftsstrategien bzw. Handlungshilfen, mit denen sich die GVN-Mitglieder ihre Wettbewerbsfähigkeit erhalten können, hatte der Experte ebenfalls mit im Gepäck für seinen spannenden Impulsvortrag.

 

Workshop "Bekannter Transporteur (System „Trusted Carrier“)"

Cargonapping, Auftrags-, Identitätserschleichung und Frachtenbörsenbetrug beeinträchtigen immer öfter die Leistungsqualität in der Logistikkette. Finanzielle Verluste in Millionenhöhe sowie dauerhafte Schäden am Marken- und Produktimage sind nicht selten die Folge. Mit dem System „Trusted Carrier“ (Bekannter Transporteur) verpflichten sich die registrierten Firmen zur Einhaltung von systemrelevanten Qualitäts- und Zuverlässigkeitskriterien. Die im Rahmen des „Trusted Carrier“ eingesetzten Fahrzeuge sind in einer Datenbank gespeichert, in der eingetragene Auftraggeber online gezielt nach Kfz-Kennzeichen suchen können; so wird selbst bei mehrfacher Unterauftragsvergabe sichergestellt, dass nur ein „Trusted Carrier“ vor Ort die Ladung aufnimmt.

 

Die Vorteile von „Trusted Carrier“ für die Unternehmen, Leistungsversprechen und Hintergründe dieses Systems erfuhren die Workshop-Teilnehmer aus erster Hand von Dipl.-Ing. Roger Schwarz (Foto), Abteilungsleiter Technik beim Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e. V. aus Frankfurt.

 

Workshop "Mobilität im Kopf"

Mobilität findet nicht nur auf der Straße statt. Auch im Kopf muss der Verkehrsunternehmer beweglich sein und bleiben. Wie der Mensch besonders effektiv lernen kann und welche Rolle Gefühle, Motivation und Konzentration sowie Bewegung dabei spielen, das erfuhren die Teilnehmer dieses Workshops aus der Sicht des Lern- und Hirnforschers Prof. Dr. Martin Korte (Foto links) von der TU Braunschweig. Er fesselte sein Publikum mit spannenden und unterhaltsamen Fakten über Gehirnstrukturen und der Erkenntnis, dass das Gedächtnis oft wesentlich besser ist als man selbst vermutet. Auch wurde die Frage geklärt, warum Multi-Tasking dem Gehirnlappen schadet.

 

02.11.2016


GVN - Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen